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Projektwoche "Erste Hilfe" in der Grundschule Limbach

Bereits im Kindesalter besteht die Notwendigkeit mit Notfallsituationen umzugehen. Aus diesem Gedanken heraus entwickelten wir, das DRK Ortsverein Asbach, Erste - Hilfe - Projekte für Kinder. Die Projekte sollen dem Alter angepasst, kurzweilig, interessant und merkfähig sein.
So starteten wir mit unserem Pilot-Projekt vom 27.Juni bis 9.Juli 2005 mit insgesamt 68 Schülern vom 1. bis zum 4. Schuljahr.

An zunächst sieben Schultagen wurden täglich abwechselnd durch unsere Mitglieder mit den Kindern folgende Themen erarbeitet.

  • Notruf - wie hole ich Hilfe
  • Kleine Wunden - wie verbinde ich kleine Wunden
  • Hitze - Kälteschäden
  • Kopfverletzungen, Nasenbluten, Brüche
  • Bauchschmerzen
  • Bewusstlosigkeit - stabile Seitenlage

Bei dem Thema "Hitzeschäden" haben auch die Eltern eifrig mitgewirkt in dem sie, gemeinsam mit den Kindern, stapelweise Waffeln backten die im Anschluss verzehrt wurden.

Am 8.Juli besuchten uns die Kinder gemeinsam mit ihren Lehrern in unserem DRK - Heim in Asbach. Für einen aufgebauten Erste-Hilfe-Parcours bekam jeder der 68 Schüler eine Teilnahmekarte und konnte nun in praktischen Anwendungen erlerntes umsetzen. Zur Belohnung gab es kleine Sachpreise. Außerdem stand eine Besichtigung der Rettungswache Asbach und ein Besuch der Kamillusklinik auf dem Programm.
Die Schülerinnen und Schüler fanden es besonders interessant einmal einen Rettungswagen oder Notarztwagen von innen zu sehen und den Ablauf vom Notruf bis zum Einsatz zu erleben. Durch das Krankenhaus wurden die Schülerinnen, Schüler und deren Lehrer/innen von Sr.Gabriela und Sr. Bernada. Bisher kannten die Kinder bestenfalls Krankenzimmer und Kapelle, wenn sie mal jemanden besucht haben. Nun wissen sie dass ein Krankenhaus riesig ist, dass es sehr viel zu sehen gibt und dass sie vieles auch nicht sehen konnten.

Der Abschluss erfolgte am 9.Juli mit einem Besuch bei der Feuerwehr in Asbach und dem dann folgenden Schulfest in Limbach wobei die Eltern für das leibliche Wohl überaus gut gesorgt hatten.

Auf dem Schulhof wurde ein Unfallszenario dargestellt, mit dem Schulleiter als Unfallopfer. Die Jugendfeuerwehr übernahm die Bergung des Opfers und einige der Grundschüler waren als Ersthelfer tätig. Der Schulleiter hatte ziemliche Blessuren an Arme und Beine geschminkt bekommen, welche nun alle durch die "Ersthelfer" verbunden werden mussten. Die Kinder waren sehr ernsthaft bei der Sache. Vor Aufregung waren die Hände feucht und die Einweghandschuhe ließen sich nur schwer anziehen. Alle Wunden wurden verbunden, viel Trost zugesprochen, der Schulleiter bekam eine wärmende Decke und sogar ein Plüschtier neben seinen Kopf gelegt. Der Notruf war deutlich und präzise abgesetzt. Jeder der umstehenden Personen konnte das mit wohlwollen vernehmen.
Als zweite Übung wurde eine der Lehrerinnen durch die Jugendfeuerwehr aus einem "brennenden" Klassenzimmer geborgen und zum Verbandplatz gebracht, während einige der Ersthelfer ihre Lehrerin beruhigten war eine zweite Gruppe schon unterwegs Wasser holen. Es dauerte nur eine kurze Überwindungskrise und sie war klatsch nass.
Zum Abschied gab es für jede Klasse eine kleine Sanitätstasche mit Inhalt. Durch die engagierte Mitwirkung der Eltern war der Tag bzw. die ganze Projektwoche rundherum bestens gelungen. Man merkte das es allen an dem Projekt mitwirkenden Personen sehr viel Spaß gemacht hat.

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